"Hoffnungsworte"

Ermutigung mitten in der Corona-Krise

Jeden Mittwoch und Sonntag finden Sie hier Texte und Gebete, mit denen wir Sie ermutigen wollen in dieser schweren Zeit.

Wenn Sie der Meinung sind, dass diese Gedanken auch anderen Menschen gut tun könnten, dann machen sie doch auf unsere Homepage aufmerksam. Oder sie drucken die Gedanken aus und geben sie weiter an Menschen, die nicht so sehr vertraut sind mit dem Internet.

Das „Hoffnungswort“ für diesen Mittwoch ist ein Segen aus Irland, der schon seit Jahrhunderten von Jahren Menschen tröstet und Mut macht:

Mögest du mich umgeben, o Gott,
wie ein Kreis, der keinen Anfang 
und kein Ende hat.

Mögest du mich umspannen, o Gott,
wie ein Gürtel, der mit einem unlösbaren Knoten

versehen ist.

Mögest du mich umklammern, o Gott,
mit Händen, die miteinander verwachsen sind.

Mögest du mich umsorgen, o Gott,
mit deiner Liebe, die keine Grenzen kennt.

Mögest du mich umtosen, o Gott,
mit dem Sturm, der die Glut der Herzen entfacht.

Mögest du mich umfassen, o Gott,
mit dem Arm, der aus der Tiefe zieht.

Mögest du mich umschmeicheln, o Gott, 
mit guten und tröstenden Worten, 
die nur in deinem Herzen
zu Hause sind.

Möge Gott seine Hände segnend und schützend über Ihnen halten, das wünschen

Pfarrer Hasso von Winning
Pfarrerin Christine Rießbeck
Pfarrer Dirk Hartleben


 


Frühere "Hoffnungsworte":

Das „Hoffnungswort“ für diesen Sonntag stammt aus unserem ‚Evangelischen Gesangbuch‘. Dort ist unter der Überschrift ‚Angst und Vertrauen‘ folgender hoffnungsvoller Text zu finden:

Eines Nachts hatte ich diesen Traum: ich ging mit Gott, meinem Herrn, am Strand entlang. Vor meinen Augen zogen Bilder aus meinem Leben vorüber, und auf jedem Bild entdeckte ich Fußspuren im Sand.

Manchmal sah ich die Abdrücke von zwei Fußpaaren im Sand, dann wieder nur von einem Paar.

Das verwirrte mich, denn ich stellte fest, dass immer dann, wenn ich unter Angst, Sorge oder dem Gefühl des Versagens litt, nur die Abdrücke von einem Fußpaar zu sehen waren.

Deshalb wandte ich mich an den Herrn: „Du hast mir versprochen, Herr, Du würdest immer mit mir gehen, wenn ich Dir nur folgen würde. Ich habe aber  festgestellt, dass gerade in den Zeiten meiner schwierigsten Lebenslagen nur ein Fußpaar im Sand zu sehen war. Wenn ich Dich nun am dringendsten brauchte, warum warst Du dann nicht für mich da?“

Da antwortete der Herr: „Immer dann, wenn Du nur ein Fußpaar im Sand gesehen hast, mein Kind, habe ich Dich getragen.“   

Quelle unbekannt


Das „Hoffnungswort“ für diesen Mittwoch stammt von Pfarrer Matthias Effhauser aus seinem Buch „Geistliche Verschnaufpausen“:

Gedanke

Eine Legende erzählt: Fischer gerieten auf dem Meer in einen heftigen Sturm. Das Segel zerfetzte, der Mast brach, Wellen schlugen in das Boot und es drohte unterzugehen. Als alles ausweglos schien, schrie einer: „Jetzt sind wir nur noch in Gottes Hand!“ Und vom anderen Ende des Bootes kam die Antwort: „Ja, ist das denn so schlimm?!“

Kennen Sie das Gefühl, in einer scheinbar ausweglosen Situation zu sein? Allein gelassen und ohne Aussicht auf Hilfe? So etwas macht mir Angst: Wenn mir alle Möglichkeiten genommen sind, wenn ich ausgeliefert und nur noch auf andere angewiesen bin. Und nur noch in Gottes Hand zu sein? Ihm grenzenlos vertrauen zu müssen? Dazu fehlt mir erst recht oft genug der Mut. Ich merke sehr schnell, wie ich an meine Grenzen komme.

Die Bibel erzählt von den Jüngern im Seesturm, die auch voller Angst und Panik waren, obwohl Jesus mit ihnen im Boot war. Was hatten sie schon alles mit ihm erlebt. Trotzdem keine Spur von Gelassenheit und Gottvertrauen. Genauso kleingläubig fühle ich mich auch oft und beschämt. Was habe ich nicht alles mit diesem Gott schon erlebt! Trotzdem befällt mich Angst. Doch unversehens findet sich ein Ausweg und mancher Sturm legt sich. Danach weiß ich: In Gottes Hand zu sein, ist manchmal gar nicht schlimm.

Schriftstelle – Die Stillung des Sturms

Und am Abend desselben Tages sprach Jesus zu ihnen: Lasst uns hinüberfahren. Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war. Und es waren noch andere Boote bei ihm.

Und es erhob sich ein großer Windwirbel, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass das Boot schon ganz voll von Wasser war.

Und Jesus war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?

Und Jesus stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille.

Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?

Das Evangelium nach Markus, Kapitel 4, Verse 35-41

Gebet

Guter Gott,

unser Leben gerät oft in Situationen, in denen wir weder ein noch aus wissen. Besonders dann liegt unser Leben in deiner Hand. Lass uns das nicht als Bedrohung empfinden, die uns verzweifeln lässt, sondern gib uns die Gewissheit, dass du alles zum Guten führen wirst. Und wenn uns unser Kleinglaube zu schaffen macht, dann wollen wir uns daran erinnern, dass es manchmal gar nicht so schlimm ist, nur in deiner Hand zu sein.

So bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Bruder und unseren Herrn in Ewigkeit. AMEN.